Blickkontakt, der nicht kontrolliert wirkt

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Von der Bühne für die Bühne – heute: Blickkontakt

Der häufigste Fehler beim Blickkontakt ist nicht, zu wenig ins Publikum zu schauen. Es ist, Menschen nur zu überfliegen.

Das Publikum merkt den Unterschied sofort. Ein wandernder Blick sucht Zustimmung. Ein ruhiger Blick schafft Beziehung.

Auf der Bühne entsteht Glaubwürdigkeit nicht allein durch gute Argumente. Unser Gehirn prüft ständig: Spricht diese Person mit uns – oder sendet sie nur in den Raum? Wenn Ihr Blick bei niemandem wirklich ankommt, klingt selbst eine starke Botschaft schnell wie ein einstudierter Vortrag.

Schauspieler lernen früh: Ein Gedanke braucht ein Gegenüber. Dasselbe gilt für Keynotes, Pitches und Townhalls. Wer einen wichtigen Satz sagt und dabei einen Menschen für einen kurzen Moment wirklich ansieht, gibt diesem Satz ein Ziel. Er wird konkreter. Wärmer. Erinnerbarer.

Die Technik für Ihren nächsten Auftritt: Nutzen Sie den „Gedanken-Blick“. Wählen Sie bei jedem neuen Gedanken eine einzelne Person in einem anderen Bereich des Raums und bleiben Sie dort, bis der Gedanke zu Ende gesprochen ist. Nicht starren, nicht zählen – einfach den Satz bei jemandem landen lassen.

So entsteht keine künstliche Nähe. Sondern das Gefühl: Diese Botschaft gilt auch mir.

Genau solche feinen Unterschiede in Präsenz und Wirkung entwickle ich mit Speakern, Führungskräften und Unternehmen in Coachings und Workshops.

Probieren Sie in Ihrer nächsten Präsentation den Gedanken-Blick bei drei wichtigen Sätzen aus.