Difficult Conversations: Wenn Feedback eine Geschichte braucht

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Wo kann Storytelling den entscheidenden Unterschied machen? Heute: Schwierige Gespräche

Direktes Feedback scheitert selten an zu wenig Ehrlichkeit. Es scheitert daran, dass Menschen darin oft ein Urteil über ihre Person hören.

Wenn eine Führungskraft sagt: „Du musst verlässlicher werden“, füllt das Gegenüber die Lücke selbst: „Ich enttäusche mein Team.“ Das aktiviert Abwehr statt Aufmerksamkeit.

Gerade in schwierigen Gesprächen brauchen Menschen keine weichgespülten Botschaften. Sie brauchen einen klaren Zusammenhang: Was ist konkret passiert? Welche Wirkung hatte es? Und was kann künftig anders werden?

Denn Teams orientieren sich nicht dauerhaft an Prozessen, Bewertungsbögen oder Präsentationen. Sie folgen eher dort, wo Bedeutung verständlich wird, Vertrauen erhalten bleibt und eine gemeinsame nächste Geschichte entsteht.

Eine wirksame Technik ist die **Zukunftsszene**.

Nach der konkreten Beobachtung beschreibst du einen kurzen Moment, in dem das gewünschte Verhalten sichtbar wird:

„Im letzten Kundentermin kamen die Zahlen zu spät. Das hat Rückfragen ausgelöst und das Team unter Druck gesetzt. Stell dir den nächsten Termin vor: Die Zahlen liegen am Vortag vor, offene Punkte sind markiert, und wir gehen gemeinsam vorbereitet hinein. Genau diese Verlässlichkeit brauchen wir von dir.“

Das verändert die Gesprächsrichtung. Weg von „Du bist das Problem“ – hin zu „Das ist der Unterschied, den dein Verhalten machen kann.“ Unser Gehirn kann eine konkrete Zukunft leichter greifen als eine abstrakte Forderung.

Storytelling ist eine Fähigkeit, die sich lernen und entwickeln lässt. Ich unterstütze Führungskräfte und Organisationen dabei in Workshops, Coachings und Trainings.

Beschreibe in deinem nächsten Feedbackgespräch eine konkrete Szene, in der das gewünschte Verhalten bereits sichtbar ist.