Von der Bühne für die Bühne – heute: Gesten mit Bedeutung
Die Hände verraten dem Publikum oft früher als die Worte, ob ein Gedanke wirklich durchdacht ist.
Viele Redner versuchen, ihre Gesten zu „verbessern“ – und fangen an, mit den Händen dauernd zu senden. Das wirkt selten lebendig. Eher, als würde der Körper den Satz entschuldigen wollen.
Gute Gesten dekorieren Sprache nicht. Sie machen einen Gedanken sichtbar.
Das hat einen einfachen Grund: Menschen verstehen nicht nur über Begriffe. Sie lesen Richtung, Größe, Gegensatz und Entscheidung auch im Körper. Wenn Worte und Bewegung dieselbe Aussage transportieren, wirkt eine Botschaft klarer. Wenn die Hände etwas anderes erzählen als die Stimme, entsteht unbewusst Zweifel.
Aus der Schauspielarbeit kenne ich deshalb eine hilfreiche Frage: Was soll das Publikum vor sich sehen, wenn ich diesen Satz sage?
Die Technik für Ihren nächsten Auftritt: Geben Sie Ihrer zentralen Botschaft genau eine „Begriffs-Geste“. Bei einem Gegensatz öffnen Sie beispielsweise beide Hände leicht auseinander. Bei einer Entscheidung führen Sie eine Hand ruhig nach vorn. Setzen Sie diese Geste nur einmal ein – genau auf das Schlüsselwort. Danach werden die Hände wieder still.
Diese Zurückhaltung schafft Wirkung. Denn eine Geste, die nicht dauernd wiederholt wird, bekommt Gewicht.
Solche Verbindung von Sprache, Körper und Präsenz entwickle ich mit Speakern, Führungskräften und Unternehmen in Coachings und Workshops.
Wählen Sie für Ihre nächste Kernbotschaft eine einzige Geste, die ihren Gedanken sichtbar macht.
