Wo kann Storytelling den entscheidenden Unterschied machen? Heute: Onboarding Stories
Die ersten zwei Wochen entscheiden oft stärker über Zugehörigkeit als die nächsten zwei Jahre.
Neue Mitarbeitende lernen im Onboarding meist Prozesse, Tools und Zuständigkeiten. Was sie wirklich wissen wollen, bleibt jedoch häufig unausgesprochen: „Wie handeln wir hier, wenn es schwierig wird?“
Genau deshalb sind Geschichten für Führungskräfte so wirksam. Eine Wertefolie sagt: „Wir übernehmen Verantwortung.“ Eine konkrete Geschichte zeigt, wie Verantwortung bei Ihnen aussieht – auch dann, wenn niemand zuschaut.
Menschen orientieren sich selten dauerhaft an Leitbildern, Organigrammen oder Abläufen. Sie folgen dem, was Sinn ergibt, Vertrauen schafft und in gemeinsamen Geschichten sichtbar wird.
Eine sofort nutzbare Technik: die Herkunftsszene.
Erzählen Sie neuen Kolleginnen und Kollegen eine kurze, echte Situation aus der Vergangenheit:
„Als ein wichtiger Kunde kurz vor dem Launch eine Änderung verlangte, hätten wir sie ablehnen können. Stattdessen haben Vertrieb, Produkt und Service gemeinsam geprüft, was verantwortbar ist. Wir haben nicht alles versprochen – aber transparent erklärt, was möglich ist. Der Kunde blieb, weil er uns vertraut hat.“
Dann benennen Sie die Bedeutung: „So verstehen wir hier Verlässlichkeit: ehrlich sein, gemeinsam denken, Zusagen halten.“
Unser Gehirn merkt sich konkrete Szenen leichter als abstrakte Regeln. Und neue Menschen erkennen schneller, wie sie dazugehören und selbst gute Entscheidungen treffen können.
Storytelling ist eine Fähigkeit, die lernbar ist und mit Übung wächst. In Workshops, Coachings und Trainings unterstütze ich Führungskräfte und Organisationen dabei.
Erzählen Sie im nächsten Onboarding eine echte Herkunftsszene, die einen Wert Ihres Teams sichtbar macht.
